Was ein schönes Fest - Tag der offenen Baustelle

Die Festwirtschaft war bunt und lebendig. Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeitende und freiwillige Helferinnen und Helfer sorgten gemeinsam dafür, dass sich die zahlreichen Gäste aus Trogen und der Umgebung willkommen fühlten. Für das leibliche Wohl war ebenso gesorgt wie für Unterhaltung: Eine Drehorgel und kleine Theatereinlagen sorgten für eine fröhliche Atmosphäre. Vor allem aber wurde viel geredet, gelacht und gemeinsam Zeit verbracht.

Eine Baustelle mit besonderen Herausforderungen

Der Tag der offenen Baustelle bot den Gästen auch die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des grossen Sanierungsprojekts zu werfen. Seit Februar werden das Rosenhaus und das Schwanenhaus – zwei über 200 Jahre alte, denkmalgeschützte Appenzeller Häuser – umfassend saniert.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll: Die historische Bausubstanz soll erhalten bleiben, gleichzeitig müssen die Gebäude den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und zeitgemässes Wohnen entsprechen.

Besonders deutlich wird diese Herausforderung bei der Erschliessung. So wurde sorgfältig geprüft, wie sich ein Lift in die historische Gebäudestruktur integrieren lässt. Die gefundene Lösung ermöglicht es, die beiden Häuser künftig auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität besser zugänglich zu machen und gleichzeitig der historischen Bausubstanz Rechnung zu tragen.

Besonders erfreulich ist, dass auch die Baustelle selbst zu einem Ort der Begegnung geworden ist. Mit der Firma Mock aus Gossau konnte ein Partner gewonnen werden, der den Inklusionsgedanken aktiv mitträgt. Bewohnerinnen und Bewohner werden, wo immer möglich, in Arbeiten einbezogen. Gleichzeitig essen Handwerker und Mitarbeitende gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. So entstehen Begegnungen selbstverständlich im Alltag.

Ein neuer Treffpunkt entsteht

Ein besonderer Blick in die Zukunft galt dem geplanten Lädeli mit Café im Erdgeschoss des Rosenhauses. Der neue Raum soll künftig weit mehr sein als ein Verkaufsladen. Die im Werkheim hergestellten Produkte aus Holzwerkstatt, Werkatelier, Weberei, Gärtnerei und Küche sollen dort präsentiert und verkauft werden. Gleichzeitig entsteht ein öffentlicher Treffpunkt mit Kaffee, Tee, Brot und kleinen Köstlichkeiten.

Bewohnerinnen und Bewohner werden gemeinsam mit Mitarbeitenden im Laden und Café mitarbeiten und dabei wertvolle neue Arbeitserfahrungen sammeln können. So soll der Raum Menschen aus dem Dorf, Angehörige, Mitarbeitende sowie Besucherinnen und Besucher zusammenbringen.

Gemeinsam Zukunft bauen

Es entsteht ein Zuhause, das den Bewohnerinnen und Bewohnern Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität bietet, mit Arbeits- und Begegnungsräumen, die Teilhabe ermöglichen, und einem Werkheim, das sich bewusst für die Bevölkerung öffnet.

Der Tag der offenen Baustelle war deshalb nicht nur ein Blick auf den aktuellen Baufortschritt. Er war vor allem ein Blick auf das, was in Trogen entsteht: ein Zuhause für Menschen mit Unterstützungsbedarf und ein Ort, an dem Inklusion, Begegnung und Gemeinschaft gelebt werden.